Energie – unser Verbrauch und unsere Maßnahmen für einen nachhaltigen Energieeinsatz
Unser Energieverbrauch
Wir verbrauchen Wärme, Kälte und Strom – in unserem Bürogebäude und an unseren Kontrollstellen für die Lkw-Maut. Insgesamt lag unser Energieverbrauch 2025 bei 6.695 MWh und damit rund vier Prozent über dem Vorjahreswert von 6.426 MWh. Rund 70 Prozent unseres Verbrauchs stammen aus regenerativen Energien.
Energieverbrauch 2025 und Anteil regenerativer Energien
| Gesamt in MWh | Regenerativ in MWh | Regenerativ in % | |
|---|---|---|---|
| Strom Netz + PV Kontrollbrücken* | 2.163 | 2.163 | 100 |
| Strom Netz + PV Kontrollsäulen* | 1.496 | 1.496 | 100 |
| Kontrollsysteme gesamt | 3.659 | 3.659 | 100 |
| Strom Büros Berlin | 759 | 759 | 100 |
| Allgemeinstrom Berlin* | 167 | 167 | 100 |
| Wärme-/Kälteenergie Berlin | 2.110 | 101 | 4,8 |
| Standort Berlin gesamt | 3.036 | 1.027 | 33,8 |
| Summe | 6.695 | 4.686 | 69,9 |
Energieverbrauch von Büro und Gebäude
An unserem Hauptsitz in der Berliner Linkstraße, direkt am Potsdamer Platz, befindet sich der Großteil unserer Arbeitsplätze. Rund 700 Menschen arbeiten hier. Energie verbrauchen wir für Beleuchtung, Arbeitsmittel, Gebäudetechnik sowie Heizung und Kühldecken in den Büros.
Mehr Beschäftigte führen zu leicht erhöhtem Strom- und Heizenergieverbrauch
Der Stromverbrauch in unseren Büros lag im Geschäftsjahr 2025 bei rund 759 MWh und damit rund 0,5 Prozent über dem Vorjahreswert von 755 MWh. Der leichte Anstieg ist auf die gestiegene Zahl der Mitarbeitenden zurückzuführen. Pro Mitarbeiter*in – gerechnet auf eine Vollzeitstelle – ist der Verbrauch aber gesunken: von rund 1,12 MWh im Jahr 2024 auf rund 1,08 MWh im Jahr 2025. Den Jahresstromverbrauch der Büros decken wir vollständig mit Strom aus regenerativen Quellen.
Ein weiterer Energieposten in unserem Bürogebäude ist der Verbrauch von Wärme- und Kälteenergie. Unser Bürogebäude bezieht Fernwärme, die die Berliner Heizkraftwerke überwiegend mit Kraft-Wärme-Kopplung produzieren. Die Fernwärme besteht aus einem Mix aus Erdgas, Steinkohle und regenerativen Energien. Letztere haben einen Anteil von 4,8 Prozent. Für das Geschäftsjahr 2025 lag der Verbrauchswert für Wärme und Kälte bei rund 2.110 MWh. Davon entfielen 1.719 MWh (witterungsbereinigt 1.960 MWh) auf Wärme- und 391 MWh auf Kälteenergie. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Steigerung des Gesamtverbrauchs um rund 12,8 Prozent. Vom Jahresverbrauchswert entfallen rund 101 MWh auf regenerative Energiequellen.
Allgemeinstrom vollständig regenerativ
Darüber hinaus gibt es an unserem Unternehmenssitz in Berlin Strombedarf durch die Tiefgarage, die Sicherheitstechnik, die Beförderungstechnik in den Gebäuden und die Außenbeleuchtung. Diesen Verbrauch erhebt der Betreiber der Gebäude und der Infrastruktur der Liegenschaften am Potsdamer Platz separat. Der Verbrauch lässt sich nicht einzeln zuordnen, daher belastet der Vermieter ihn als Umlage (Allgemeinstrom).
Für das Geschäftsjahr 2025 konnte der Betreiber bisher keine Ablesedaten übermitteln. Für den Berichtszeitraum schätzen wir daher die Verbrauchswerte auf insgesamt rund 167 MWh. Der Betreiber der Gebäude bezieht ebenfalls zertifizierten grünen Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energien. CO₂-Emissionen fallen nicht an.
Energieverbrauch von Kontrollinfrastruktur
Unsere Kontrollstellen erfassen und kontrollieren mautpflichtige Fahrzeuge – automatisch im fließenden Verkehr. Bundesweit betreiben wir etwa 900 Anlagen, darunter 300 Kontrollbrücken an Autobahnen und rund 600 Kontrollsäulen an Bundesstraßen. Sie sind mit Sensoren, Kameras, Rechnern, Übertragungstechnik sowie Heiz- und Klimasystemen ausgestattet. Diese technische Infrastruktur benötigt Energie.
Strom aus Wasserkraft an der Kontrollinfrastruktur
Für das Jahr 2025 haben wir für die Kontrollsysteme rechnerisch insgesamt rund 3.612 MWh (Vorjahr: rund 3.629 MWh) Stromverbrauch aus dem Netz ermittelt. Der Verbrauch der Kontrollbrücken ist mit 2.119 MWh ähnlich wie im Vorjahr (rund 2.154 MWh). Den Stromverbrauch der Kontrollsäulen setzen wir mit rund 1.493 MWh etwas höher an als im Geschäftsjahr 2024 (rund 1.475 MWh).
Der Stromverbrauch der Kontrolltechnik unterliegt wetterabhängigen Schwankungen. In kalten Wintern müssen wir Kontrollbrücken und -säulen beheizen. In heißen Sommern kühlen wir Kontrollbrücken. Der sukzessive Austausch von Klimageräten an den Kontrollstellen durch energieeffizientere Anlagen wirkt sich positiv auf den Energieverbrauch der Kontrollstellen aus. Auch eine bessere Wärmeisolierung sowie erneuerte Shelter und Schaltschränke tragen dazu bei. Von 2021 bis Ende 2025 haben wir insgesamt 220 Kontrollstellen umgerüstet.
Sämtliche Kontrollsäulen und -brücken versorgen wir zu 100 Prozent mit regenerativer Energie. Neue Technologien tragen dazu bei, die Verbräuche an der Kontrollinfrastruktur zu senken. Zum Beispiel werden die blauen Kontrollsäulen durch moderne Radar-/Videotechnik nur dann aktiviert, wenn sich ein Fahrzeug nähert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der eigenen Stromerzeugung durch Photovoltaik, um den Bedarf an Netzstrom zu reduzieren. Der Energieverbrauch an Kontrollstellen ist dadurch leicht gesunken.
Solarenergie für Kontrollstellen
Nach einer einjährigen Pilotphase installierten wir im Verlauf des Geschäftsjahres 2024 an 30 Kontrollstellen Solarmodule zum Betrieb der Brücken und Säulen. Mit der erzeugten Energie können sich die mit den Modulen ausgestatteten Kontrollstellen tagsüber zusätzlich versorgen. Im Geschäftsjahr 2025 nutzten die Kontrollstellen so rund 47 MWh grünen Strom direkt für den Betrieb. Ein Messsystem erfasst die erzeugten Energiemengen.