Toll Collect in Zahlen und Fakten
Seit wann gibt es unser Lkw-Mautsystem? Wann wurden wir ein Bundesunternehmen? Und wie viele Milliarden Euro Mauteinnahmen haben wir bereits an den Bundeshaushalt überwiesen? Entdecken Sie diese und weitere spannende Fakten zu unseren Meilensteinen und Erfolgen.
Gründung, Entwicklung, Auftrag
Im Juli 2002 erhielten die Deutsche Telekom, Daimler und Cofiroute vom Bund den Auftrag, das Lkw-Mautsystem in Deutschland für die kommenden zwölf Jahre zu entwickeln und zu betreiben. Zu diesem Zweck gründete das Konsortium das Unternehmen Toll Collect, das am 1. Januar 2005 den Betrieb des Mautsystems aufnahm. Nach dem Ablauf des Maut-Betreibervertrages übernahm die Bundesrepublik Deutschland am 1. September 2018 sämtliche Anteile an Toll Collect und ist seitdem alleinige Gesellschafterin. Die zentrale Aufgabe von Toll Collect besteht darin, das Lkw-Mautsystem zuverlässig und nachhaltig zu betreiben. Darüber hinaus ergeben sich aus der Eigentümerschaft des Bundes weitere Verpflichtungen: Toll Collect unterstützt aktiv die Interessen des Bundes, agiert wirtschaftlich und kosteneffizient und ist Vorbild für andere Wirtschaftsunternehmen.
2005 Start der Lkw-Maut in Deutschland
2018 Der Bund übernimmt Toll Collect
Mitarbeitende und Standorte
Bei Toll Collect arbeiten rund 700 Menschen – der Großteil davon am Hauptsitz im Zentrum Berlins, in der Linkstraße, direkt am geschichtsträchtigen Potsdamer Platz. In Hannover-Langenhagen, Nürnberg, Pforzheim und Potsdam sind Mitarbeitende des Außendienstes beschäftigt. In Paderborn wird die Software für die On-Board Unit (OBU) – das in Lkw eingebaute Mauterfassungsgerät – entwickelt.
Wie divers sind wir?
Rund 41 Prozent Frauen und 59 Prozent Männer arbeiten bei Toll Collect. In der ersten Führungsebene sind 31 Prozent der Führungskräfte weiblich, in der zweiten Führungsebene 35 Prozent. Unser Team ist vielfältig und setzt sich aus Mitarbeitenden unterschiedlicher Nationen und Altersgruppen zusammen – von unter 30 bis über 60 Jahren, mit einem Durchschnittsalter von etwa 48 Jahren. Der Anteil an Menschen mit Schwerbehinderung beträgt 7 Prozent. Mehr über unsere gelebte Vielfalt erfahren Sie in unserem aktuellen Diversity-Bericht. (Stand: 31. Dezember 2025)
Unser Kerngeschäft: Die Lkw-Maut in Deutschland
Seit 20 Jahren betreiben wir eines der größten satellitengestützten Mautsysteme der Welt. Wir erheben die Lkw-Maut in Deutschland nach den gesetzlichen Vorgaben und überführen sie in den Bundeshaushalt, wo sie zweckgebunden für die Verbesserung der Straßeninfrastruktur und Mobilitätsprojekte eingesetzt wird. Das System entwickeln wir kontinuierlich weiter, um es an neue Anforderungen und gesetzliche Vorgaben anzupassen. So wurde im Dezember 2023 die CO₂-Emissionsklasse in die Berechnung der Maut einbezogen und seit dem 1. Juli 2024 gilt die Mautpflicht auch für Lkw über 3,5 Tonnen. (Stand: 4. Juli 2025)
Streckennetz
Autobahnen und Bundesstraßen bilden das mautpflichtige Streckennetz in Deutschland. Es umfasst rund 51.000 Kilometer – davon etwa 13.000 Kilometer Autobahnen und 38.000 Kilometer Bundesstraßen.
Mautpflicht
Die Mautpflicht gilt für Lkw im Güterverkehr mit einer technisch zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3,5 Tonnen – mit Ausnahmen, zum Beispiel für Handwerker, Polizei und Feuerwehr.
Mautsatz
Der durchschnittliche Mautsatz beträgt 33 Cent pro gefahrenem Kilometer. Die Berechnung erfolgt auf Basis von vier Teilsätzen: für Infrastruktur, Lärmbelastung, Luftverschmutzung und CO₂-Emissionen.
Fahrten
Täglich werden rund 8,4 Millionen mautpflichtige Fahrten erfasst – gebucht automatisch per On-Board Unit oder manuell per App oder Internet.
Mautkontrolle
Neben mobilen Kontrollen übernehmen 300 Kontrollbrücken auf Autobahnen und rund 600 Kontrollsäulen an Bundesstraßen jährlich über 20 Millionen automatische Mautprüfungen.
Einnahmen
Allein 2024 flossen rund 13 Milliarden Euro aus der Lkw-Maut an den Bund. Seit Einführung des Systems wurden insgesamt über 100 Milliarden Euro an den Bundeshaushalt übergeben.
Unsere Leistungen über die Maut hinaus
Zusätzlich zur Maut sind wir dort gefragt, wo unsere Daten einen Mehrwert schaffen – oder wo ein öffentliches Interesse besteht, etwa beim Ausbau des Deutschlandnetzes oder eines flächendeckenden 4G-Mobilfunknetzes.