Ökologische Nachhaltigkeit – Verantwortung für die Umwelt wahrnehmen
Die ökologische Nachhaltigkeit ist – neben der ökonomischen und sozialen – eine zentrale Säule unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Sie zielt darauf ab, Mobilität und Verkehr im Einklang mit der Umwelt zu organisieren.
Umweltschutz: Emissionen vermeiden, Ressourcen schonen
Der Verkehrssektor steht oft im Fokus der Klimaschutzdebatte – und das zu Recht: laut Umweltbundesamt verursachte er 2023 in Deutschland rund 146 Millionen Tonnen Treibhausgase – dies entspricht 22 Prozent der Gesamtemissionen. Bis 2030 soll der CO₂-Ausstoß im Straßenverkehr im Vergleich zu 2005 um 30 Prozent sinken. Wir tragen aktiv zum Umweltschutz bei, indem wir unsere Ziele und Maßnahmen darauf ausrichten, natürliche Ressourcen zu schonen und Umweltbelastungen zu reduzieren. Das betrifft sowohl unser Mautsystem als auch unsere internen Prozesse, mit dem Ziel, Energieverbrauch und CO₂-Fußabdruck zu verringern. So elektrifizieren wir zum Beispiel unseren Fuhrpark oder nutzen bei Dienstreisen vorwiegend die Bahn.
Lenkungswirkung der Maut: Weniger Emissionen – geringere Gebühr
Die Einnahmen aus der Lkw-Maut tragen entscheidend zum Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur in Deutschland bei: Sie fließen je zur Hälfte in das Bundesfernstraßennetz sowie in andere Maßnahmen aus dem Mobilitätsbereich, überwiegend in die Bundesschienenwege. Die Maut wird nach dem Verursacherprinzip erhoben: Wer mehr fährt, zahlt mehr. Durch die streckenbezogene Berechnung, die CO₂-Emissionen, Schadstoffausstoß und Fahrzeuggewicht berücksichtigt, entsteht ein klarer Anreiz, auf umweltfreundlichere Fahrzeuge umzusteigen. So entwickelt das Mautsystem eine starke ökologische Lenkungswirkung und unterstützt die Klimaziele der Bundesregierung im Verkehrssektor.
Die ökologische Lenkungswirkung der Maut lässt sich mit Zahlen belegen: Ende 2023 lag der Fahrleistungsanteil von Lkw der Klasse Euro 6 bei rund 94 Prozent. Ein Jahr zuvor lag der Wert noch bei rund 91 Prozent, Ende 2018 erst bei rund 73 Prozent.
Unser Ziel: die Klimaneutralität bis 2028
Auch unsere eigene Geschäftstätigkeit hat Auswirkungen auf die Umwelt. Daher ist Umweltschutz eine tägliche Aufgabe: Wir hinterfragen alle umweltrelevanten Prozesse kontinuierlich und arbeiten laufend an Verbesserungen, um die Umweltauswirkungen unserer Geschäftstätigkeit stetig zu verringern – mit dem Ziel der Klimaneutralität bis Ende 2028 gemäß der ISO 14068-1.
Dies betrifft folgende Umweltaspekte:
- Boden/Bodenschutz, Gewässerschutz, Natur- und Landschaftsschutz
- Wassernutzung und Wasserverbrauch
- Stoffe und Materialien
- Abfall und Entsorgung
- Energie (Standorte, dezentrale Komponenten)
- Verkehr und Logistik
- Emissionen
Die wesentlichen Ressourcenverbräuche dokumentieren wir seit 2005 in unseren Umwelterklärungen bzw. seit 2020 im Nachhaltigkeitsbericht und den DNK-Berichten.
Wir möchten als Unternehmen bis 2028 klimaneutral arbeiten. Das erreichen wir durch einen Dreiklang: Wir vermeiden Emissionen möglichst von vornherein. Wo das ausgeschlossen ist, reduzieren wir sie so weit wie möglich. Erst im letzten Schritt kommt der Ausgleich durch Kompensation der Restemissionen ins Spiel.
Nachhaltige Kontrollstellen – Pilotprojekte mit Sonnenenergie
Ein Beispiel zur Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks: In einem Pilotprojekt testeten wir, ob Kontrollbrücken und -säulen auf Bundesstraßen und Autobahnen mit Solarpaneelen ausgestattet werden können. Diese Anlagen benötigen jährlich ca. 4.000 MWh Strom. Insgesamt wurden 32 Pilotanlagen an Kontrollbrücken und zwei an Kontrollsäulen errichtet. Um einen hohen solaren Deckungsgrad zu erreichen, wurden zwei dieser Anlagen zusätzlich mit einem Stromspeicher ausgestattet. Die Ergebnisse sind vielversprechend, sodass wir nun schrittweise weitere Kontrollstellen mit Solaranlagen ausrüsten werden, um den Netzstromverbrauch zu senken.
Nachhaltige Mobilität fördern und leben
Wir unterstützen unsere Mitarbeitenden darin, möglichst umweltfreundlich mobil zu sein. So ist Radfahren ein fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur und wir sind seit 2021 ist vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e. V. (ADFC) als „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ zertifiziert. Zudem können unsere Mitarbeitenden ein hochwertiges Fahrrad zu vorteilhaften Konditionen leasen. Die Mobilität abseits des privaten Pkw fördern wir mit dem Jobticket oder einem Mobilitätsbudget. Auch bei unserem Außendienst hat Nachhaltigkeit Vorrang. Ende 2023 haben wir nach einem erfolgreichen Pilotprojekt entschieden, unsere Fahrzeug-Flotte vollständig auf Elektrofahrzeuge umzustellen.