Vielfalt bei Toll Collect – unser Diversity-Bericht 2024
Vielfalt entsteht dort, wo Menschen sich mit Offenheit begegnen, einander zuhören und voneinander lernen. Bei Toll Collect erleben wir genau das: in Projekten, im Alltag, im Miteinander. Unsere gelebte Vielfalt ist das Ergebnis aktiver Gestaltung, konkreter Maßnahmen sowie echten Engagements. Der Diversity-Bericht zeigt, wie wir daran arbeiten und welche positiven Veränderungen wir dadurch erreichen.
Einblicke in unser DEI-Engagement
Unser Diversity-Bericht gibt Einblick in Projekte, Maßnahmen und Entwicklungen, die im Jahr 2024 zur Förderung von Diversity, Equity und Inclusion (DEI) beigetragen haben – also zur gezielten Stärkung von Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Inklusion. Die Inhalte zeigen, wie vielfältig das Engagement im Unternehmen ist – von strukturellen Veränderungen bis hin zu bewusstseinsbildenden Formaten.
Klar ist aber auch: Was hier zu sehen ist, ist nur ein Ausschnitt. Neben den im Bericht vorgestellten Projekten gibt es viele weitere Maßnahmen, die Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Inklusion bei Toll Collect stärken – etwa lebensphasenorientierte Angebote wie Altersteilzeit oder Kitaplätze, das Buddy-Programm oder flexible Arbeitszeitmodelle. Auch sie machen unsere offene und wertschätzende Kultur aus.
2024 hat sich bei uns viel bewegt– wir haben hinterfragt, zugehört, gelernt und gehandelt. Unser Diversity-Bericht zeigt, wie wir den Austausch gestärkt, Potenziale erkannt und konkrete Maßnahmen umgesetzt haben – für eine noch vielfältigere und inklusivere Arbeitskultur.
Fokus unserer DEI-Aktivitäten
2024 standen drei zentrale Themen im Mittelpunkt unseres Engagements:
Inclusion Index
durch eine unternehmensweite Mitarbeitendenbefragung ermitteln.
Barrierefreiheit
im Unternehmen strukturell verankern und ausbauen.
Gerechte Gehaltspolitik
durch eine Strategie zur Schließung des Gender Pay Gaps vorantreiben.
Umfrage zur Inklusion: Hinhören. Verstehen. Handeln.
Inwieweit haben Beschäftigte bei Toll Collect das Gefühl, bei der Arbeit sie selbst sein zu können? Und wie stark fühlen sie sich dem Unternehmen zugehörig? Diesen Fragen sind wir im Frühjahr 2024 mit einer unternehmensweiten Befragung nachgegangen – anonym, freiwillig und mit externer Unterstützung durch ein spezialisiertes Unternehmen für ganzheitliche Arbeits- und Organisationsgestaltung sowie nachhaltige Personal- und Organisationsentwicklung. Ziel war ein ehrliches Stimmungsbild – um zu verstehen, wo wir stehen und darauf aufbauend unsere Kultur weiterzuentwickeln.
Zur Begleitung der Befragung gab es ein Erklärvideo, FAQ sowie ein Miniseminar, bei dem neben dem Diversity & Inclusion-Team auch der Datenschutzbeauftragte von Toll Collect und die externen Expert*innen Fragen beantworteten. Viele Mitarbeitende haben die Gelegenheit genutzt, sich einzubringen – und ihre Perspektiven sichtbar zu machen. Das Ergebnis: ein Inclusion Index von 73 Punkten auf einer Skala von 0 bis 100. Bei einigen Personengruppen wich der Wert sichtbar vom Durchschnitt ab. Deshalb haben wir den direkten Dialog mit ihnen gesucht, um gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie Zugehörigkeit und Authentizität im Arbeitsalltag weiter gestärkt werden können.
Diese Perspektiven fließen – gemeinsam mit der Gesamtauswertung – in einen Maßnahmenplan ein, der 2025 vorgestellt wird. Wir wollen damit den Inclusion Index für alle Mitarbeitenden weiter verbessern. Als Unterzeichnerin der Charta der Vielfalt ist es unser Anspruch, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem sich alle willkommen und wertgeschätzt fühlen.
Vielfalt ist ein zentraler Teil unserer Unternehmenskultur. Entscheidend ist, dass wir gemeinsam daran arbeiten, dass sich alle gesehen und gehört fühlen. Die Umfrage zur Inclusion im Unternehmen war für uns ein wichtiger Schritt, um genau das weiter zu stärken.
Barrierefreiheit – Verantwortung neu organisiert
Seit Anfang 2024 ist Tim Schneider Inklusionsbeauftragter und Koordinator für digitale Barrierefreiheit. Zuvor wurde das Thema von einer kleinen Arbeitsgruppe zusätzlich zu anderen Aufgaben mitbetreut – mit der neuen Rolle im Diversity & Inclusion-Team treiben wir es nun gezielt und mit Expertise voran.
Unter seiner Leitung entstand das „Chapter Digitale Barrierefreiheit“ – eine Arbeitsgruppe mit Vertreter*innen aus allen Unternehmensbereichen, die das Thema systematisch, zukunftsorientiert und noch stärker im Unternehmen verankert. Website und App wurden erneut auf Barrierefreiheit geprüft. Die Ergebnisse fließen direkt in die kontinuierliche Weiterentwicklung der digitalen Angebote ein.
Gemeinsam mit der Schwerbehindertenvertretung arbeitet er auch daran, die Barrierefreiheit unserer Gebäude kontinuierlich zu verbessern, sodass Mitarbeitende und Gäste alle Räumlichkeiten inklusiv und uneingeschränkt nutzen können.
Gleiche Bezahlung für alle Geschlechter
2024 haben wir einen entscheidenden Schritt in Richtung Fairness und gleichberechtigter Bezahlung gemacht. Wir haben unsere Vergütungsstruktur mithilfe eines externen Marktvergleichs (Benchmark) überprüft und eine unabhängige Organisation mit Expertise in fairer Vergütung und Lohngleichheit hinzugezogen. Die Auswertung bestätigte die Wettbewerbsfähigkeit unserer Vergütungsstruktur. Zugleich zeigte sie geschlechterspezifische Unterschiede auf.
Unter Beachtung des Datenschutzes wurden die Gehaltsdaten analysiert, der Marktwert jeder Funktion im Benchmark bewertet und die Vergütung innerhalb der jeweiligen Funktionsstufen verglichen. Faktoren wie Alter und Betriebszugehörigkeit spielten dabei keine Rolle. Die Analyse ergab Anfang 2024 einen Gender Pay Gap von 4,8 Prozent – und lag damit unter dem deutschen Durchschnitt von 6 Prozent. Auf Grundlage dieses Ergebnisses haben wir die Vergütungsunterschiede auf Gesamtunternehmens- und Funktionsstufenebene deutlich reduziert.
Eine faire Gehaltspolitik ist uns ein zentrales Anliegen. Mit verschiedenen Maßnahmen konnten wir den Gender Pay Gap bis Ende 2024 auf rund 1 Prozent reduzieren und haben damit einen wichtigen Schritt hin zu mehr Gleichberechtigung gemacht.
Es ging uns nicht nur um eine verlässliche Anlaufstelle im Haus für kurze Auszeiten – fern von Schreibtischen, Elektrogeräten und weiteren Reizen. Ein fehlender Rückzugsraum kann für Kolleg*innen mit entsprechenden Bedürfnissen auch ein Hindernis sein, ins Büro zu kommen. Das sollte für niemanden zum sozialen Nachteil im Arbeitsalltag werden.
Miniseminare 2024 – Vielfältige Themen im Fokus
Auch 2024 haben wir wieder eine Reihe von Miniseminaren zu verschiedenen relevanten Themen angeboten – kompakt, praxisnah und im Dialog mit den Teilnehmenden:
- 20. März: Wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen
Wirtschaftliche Unabhängigkeit ist für viele Frauen nach wie vor mit großen Hürden verbunden. Wir beleuchteten, warum das so ist, welche strukturellen Stolpersteine bestehen und welche Veränderungen nötig sind, um echte Chancengerechtigkeit zu ermöglichen. - 4. Juni: Ziemlich bester Ruhestand
Was passiert eigentlich nach dem Berufsleben – und wie lässt sich der Ruhestand erfüllend gestalten? Diese Fragen standen im Mittelpunkt unseres Austauschs. Wir sprachen über verschiedene Phasen des Ruhestands, räumten mit Mythen auf und erhielten Impulse für einen gelungenen Start in den neuen Lebensabschnitt. - 25. Juni: Stereotypen entkommen
Stereotype begleiten uns alle – oft, ohne dass wir sie bewusst wahrnehmen. Wir erfuhren, was Stereotype mit dem Fachkräftemangel zu tun haben, wie sie funktionieren und wie man bewusster mit ihnen umgeht. Kleine Übungen sensibilisierten für eigene Vorurteile und machten deutlich, wie stark diese Vorannahmen das gesellschaftliche Zusammenleben und Arbeiten im Team beeinflussen. - 2. Juli: Mehr Vielfalt, weniger Ausgrenzung im Fußball
Anlässlich der EM 2024 widmete sich ein Miniseminar dem Thema Rassismus im Fußball. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie der Sport zur Aufklärung beitragen kann und welche Maßnahmen Vereine und Verbände ergreifen sollten, um mehr Diversität in Führungspositionen zu fördern.
Workshops zu Unconscious Bias und Allyship
2024 starteten neue interne Workshops. In zwei Einheiten setzten sich Mitarbeitende mit unbewussten Vorannahmen (Unconscious Bias) und solidarischem Verhalten im Job (Allyship) auseinander. Dabei ging es um die Frage, wie man im Alltag offener und inklusiver handeln kann – und woran man merkt, wenn unbewusste Vorurteile das eigene Verhalten beeinflussen.
Die Workshops sollten nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch zum Nachdenken anregen und dazu ermutigen, das eigene Verhalten kritisch zu reflektieren. Die Teilnehmenden entwickelten eigene Ideen, wie ein inklusiveres Miteinander im Unternehmen gestaltet werden kann. 2025 wird das Format auf Führungskräfte und weitere Teams ausgeweitet.
Diversity Month im Zeichen von Flucht und Migration
Der Diversity Month 2024 stand bei Toll Collect ganz im Zeichen von Flucht und Migration. Zwei Formate machten das Thema auf unterschiedliche Weise erfahrbar: Am Diversity-Tag führten Menschen mit eigener Migrationserfahrung durch Berlin – organisiert vom Verein Querstadtein. Sie erzählten ihre Geschichten, teilten ihren Blick auf die Stadt und luden dazu ein, Berlin mit anderen Augen zu sehen. Zum Abschluss des Monats fand eine moderierte Gesprächsrunde mit der Autorin Elina Penner, dem Juristen und Aktivisten Fahed Khalili sowie dem Historiker Andreas Kossert statt. Die drei beleuchteten das Thema Flucht aus persönlicher, gesellschaftlicher und historischer Perspektive.
Demografische Struktur der Belegschaft
Zum Stichtag 31. Dezember 2024 waren 444 Mitarbeitende bei Toll Collect männlich und 282 weiblich. Die Geschlechtseinträge „divers“ oder „kein Eintrag“ wurden bislang nicht angegeben. 40 Mitarbeitende galten zu diesem Zeitpunkt offiziell als schwerbehindert oder gleichgestellt.
Auch die Altersstruktur zeigt: Bei Toll Collect arbeiten Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebens- und Berufserfahrungen. Jüngere Kolleg*innen unter 30 sind ebenso Teil des Teams wie Mitarbeitende, die Jahrzehnte an Berufserfahrung mitbringen.
Gesamtzahl der Beschäftigten und Geschlechterverteilung
Besetzung Führungspositionen
-
Aufsichtsrat
weiblich 55 % männlich 45 % -
Geschäftsführung (besteht aus zwei Personen)
weiblich 0 % männlich 100 % -
Fachbereichsleitung
weiblich 31 % männlich 69 % -
Stabsstellen-/Gruppenleitung/People Leads
weiblich 36 % männlich 64 %
- weiblich
- männlich
Menschen mit Schwerbehinderung und Gleichgestellte
Altersstruktur nach Dekaden
- 5 % unter 30 Jahren
- 17 % 30-39 Jahre
- 32 % 40-49 Jahre
- 35 % 50-59 Jahre
- 11 % 60-67 Jahre
Weitere Infos zu DEI bei Toll Collect
Was bedeuten Diversity, Equity und Inclusion (DEI) bei Toll Collect? Warum verstehen wir Vielfalt als Potenzial? Hier geben wir einen weiteren Einblick in die Haltung, die uns leitet – und in die Strategien, mit denen Vielfalt im Unternehmen umgesetzt wird.
Werden Sie ein Teil von Toll Collect
Toll Collect steht für Vielfalt – und wir freuen uns über alle, die sich mit ihren Fähigkeiten und Ideen einbringen wollen. Wir bieten einen Arbeitsplatz, der persönliche Stärken erkennt und fördert sowie Raum für neue Impulse und individuelle Entwicklung schafft.